Kieler Rathaus sucht Bürgernähe

„Politik hautnah“...und die NPD mittendrin!
Kiel, den 24. April 2010 –
Am Freitag, den 23. April führte die Landeshauptstadt Kiel eine Veranstaltung durch, mit welcher
die Kommunalpolitik dem frustrierten Nichtwähler näher gebracht werden sollte.
Hintergrund waren nach Aussage der Stadtpräsidentin Kietzer die geringe Wahlbeteiligung bei der
vergangenen Europa-, Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl der Stadt Kiel. Ob der Antrag der NPD im
Februar 2010 in der Kieler Ratsversammlung etwas damit zu tun hat, bleibt wie immer im Dunklen. Damals
forderte die NPD einen unabhängigen Sachverständigenrat, der zum Beispiel die
Glaubwürdigkeit der Rathauspolitik und das Einhalten von Wahlversprechen überprüft, oder
aber sich die Finanzpolitik der Stadt Kiel genauer ansieht. In der Begründung zum Antrag benannte
der Vertreter der NPD, Ratsherr Hermann Gutsche, vor allem das Problem, daß viele Jugendliche
nichts von Politik wissen wollen. Natürlich wurde dieser Antrag von den Blockparteien abgelehnt.
Trotzdem wurde das Programm des vergangenen Freitags sehr „jung“ gehalten. So hielt Dr.
Wilhelm Knelangen vom Kieler Institut für Sozialwissenschaften einen jugendgerechten Vortrag. Es
trat die Mettenhofer Breakdance-Gruppe Fatality-Crew auf oder die Initiative „Skaterpark
Holtenau“ berichtete über das Erkämpfen ihres Anliegens.
Unter dem Motto „Politik hautnah“ stellten sich bei der Veranstaltung einige Vereine und
alle in der Kieler Ratsversammlung vertretenen Parteien vor. Zum Ärgernis aller etablierten Parteien
– auch die NPD. So erhielt jeder Verein und jede Partei einen Tisch und eine Tafel im Gang vor
dem Ratssaal. Und die NPD nicht irgendwo außen ungesehen, sondern mittendrin und von jedem
wahrgenommen. Mit bösen Blicken und einem wahrscheinlichem Ohnmachtsgefühl mußte der
Fraktionsvorsitzende der Grünen, Lutz Oschmann, immer wieder ansehen, daß sich
Bürgerinnen und Bürger auch am Stand der NPD informierten und Gespräche geführt
wurden. Sehr zum Erschrecken der Grünen war der Stand der NPD genau gegenüber vom Infotisch
der Grünen...
Auch wenn möglicherweise die selbsternannten Demokraten gehofft haben sollten, daß die NPD
nicht erscheint, haben wir wieder einmal deutlich gemacht – auch unser Vertreter wurde vom Volk
gewählt und nutzt seine Rechte!
Siggi
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